Garlon®2000

Herbizid zur Einzelstockbehandlung von ausdauernden Unkräutern wie Disteln, Brennnesseln, Brombeeren und zur Strauchvertilgung.


​​​​​​​Wirkstoff / Gehalt: Triclopyr 5,9%, Fluroxypyr-meptyl 2,8%)

Formulierung: Microemulsion (ME)

Zulassungs Nr.: W 7432-1


Anwendungen (nur für berufliche Anwender):


Nicht-Kulturflächen:

Böschungen und Grünstreifen entlang Verkehrswegen:
Dosierung: 2% (200 ml in 10 l Wasser), zur Einzelstockbehandlung gegen Brombeersträucher, Grosse Brennessel und mehrjährige Disteln. Gemäss Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV, Anhang 2.5): Nur Einzelstockbehandlung anderweitig nicht bekämpfbarer Problempflanzen auf Böschungen und Grünstreifen entlang von Strassen und Gleisanlagen.

Brachland
Dosierung: 2% (200 ml in 10 l Wasser), zur Einzelstockbehandlung gegen Sträucher, Brombeersträucher, Grosse Brennessel und Ackerkratzdistel.


Zierpflanzen:

Bäume und Sträucher (ausserhalb Forst)
Dosierung: zur Strauchvertilgung: Eine 30% Lösung von Garlon 2000 (300 ml in 700 ml Wasser) auf die frischen Schnittflächen von Gehölzen pinseln. 1 l pro 1m2 Stammquerschnitt. Bester Bekämpfungserfolg im Herbst.
Zier- und Sportrasen
Dosierung: 2% (200 ml in 10 l Wasser), zur Einzelstockbehandlung gegen Brombeersträucher, Grosse Brennessel, Blacken und mehrjährige Disteln.

Feldbau:
Wiesen und Weiden
Dosierung: 2% (200 ml in 10 l Wasser), zur Einzelstockbehandlung gegen Brombeersträucher, Sträucher, Grosse Brennessel, mehrjährige Disteln und Rumex-Arten. 3 Wochen Wartefrist bis zum nächsten Schnitt oder Weidegang. Anwendung am besten während einer aktiven Wachstumsphase der Unkräuter. Bester Bekämpfungserfolg bei Anwendung zum 2. Aufwuchs im Frühsommer.
Dosierung: 30% (300 ml in 700 ml Wasser), als Streichbehandlung auf frische Schnittstellen zur Strunkbehandlung gegen Stockausschläge im Herbst.


Wirkungsspektrum:
Gut erfasst werden:
Adlerfarn, Apfel, Birne, Ahorn, Ambrosia, Brennesseln, Brombeeren / Himbeeren, Blacken, Birken, Brombeersträucher, Buche, Disteln, Eiche, Erlen, Flieder, Ginster, Haselnuss, Holunder, Kastanie, Klee-Arten, Kornelkirsche, Linde, Löwenzahn, Minze, Pfaffenhütchen, Pappel, Rosen, Winden, Vogelbeeren, Weiden-Arten, Zwetsche / Pflaume
Nicht ausreichend erfasst werden:
Baumnuss, Efeu, Hahnenfuss, Kirsche, Schachtelhalm, Gräser


Auflagen:

Ansetzen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe tragen. Ausbringen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug + Visier + Kopfbedeckung tragen. Ansetzen der Streichlösung: Schutzhandschuhe tragen.  Ausbringen der Spritzbrühe: Schutzhandschuhe + Schutzanzug tragen.

Maximal 1 Behandlung pro Parzelle und Jahr.
Nur als Einzelstockbehandlung

SPe3: zum Schutz vor Gewässerorganismen vor den Folgen einer Abschwemmung eine mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsene unbehandelte Pufferzone von mindestens 6 m zu Oberflächengewässer einhalten. Ausnahmen sind in den Weisungen des BLW festgelegt.
Vorsicht: Schäden an Nutz- und Zierpflanzen sind möglich! Genügend seitlichen Abstand von deren Wurzelbereich einhalten. (Abstand abhängig von Bodenart und Geländeneigung).
Nachbau: Die Wartefrist für eine Wiederbepflanzung einer mit Garlon 2000 behandelten Fläche beträgt 8 Wochen.

Anbauprogramm: Richtlinien für IP (ÖLN) und LABEL Produktion beachten.


Witterungseinflüsse: Die Wirkung wird durch Niederschläge nicht beeinträchtigt, wenn diese später als 3 Stunden nach der Behandlung fallen.

Eine optimale Wirkung von Garlon 2000 wird bei wüchsigen Bedingungen und nach unten gerichtetem Saftstrom (Sommer / Herbst) erzielt. Nicht auf gestresste (Staunässe, Hitze, Trockenheit, Frost) oder frisch geschnittene Pflanzenbestände anwenden. Nicht bei Temperaturen über 25°C anwenden.

Achtung: Schäden an Nutz- und Zierpflanzen sind möglich! Jeglichen Abdrift auf Nutz- und Zierpflanzen, Bäume, Reben vermeiden. Soll Garlon 2000 nach einem Schnitt eingesetzt werden, muss zuerst genügend neue Blattmasse gebildet werden, damit die Wirkstoffe aufgenommen werden können.