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Herbizid gegen Sträucher, Stockausschläge, Brombeeren, Brennesseln und diverse Unkräuter auf Wiesen, Weiden und Nichtkulturland.
Schont Gräser


Wirkstoff / Gehalt:
62 % Triclopyr als Säure (480 g/lt)

Formulierung:
Emulsionskonzentrat EC

Verpackung:
1 lt (Dosierflasche)
Karton 12 x 1 lt


Anwendung:

In Spritz- und Einzelpflanzenbehandlung:

Gegen Sträucher:
0,5 % = 50 ml in 10 lt Wasser / 100 m2; Behandlung am besten im Juni bis Ende September.

Gegen Brombeersträucher:
0,4 % = 40 ml in 10 lt Wasser / 100 m2; Behandlung nach der Erntezeit bis Wintereinbruch.

Gegen Schachtelhalm:
0,5 % = 50 ml in 10 lt Wasser, Behandlung 1 x im Frühjahr, 1 x im Herbst

Gegen Brennesseln:
0,15 % = 15 ml in 10 lt Wasser / 100 m2; Behandlung während der Monate Mai bis Juli auf wachsende, 30-60 cm hohe Pflanzen.

Gegen diverse Unkräuter:
0,15 % = 15 ml in 10 lt Wasser / 100 m2, Behandlung während der ganzen Vegetationsperiode möglich.

Strunkbehandlung gegen Stockausschläge in Wiesen und Weiden:
Nach Baumschlag oder Rückschnitt die frischen Schnittstellen mit einer Konzentration von 25 % (250 ml Tribel + 750 ml Wasser) mit einem Pinsel bestreichen oder betupfen. Behandlung vorwiegend im Herbst.

Die Wartefrist bis zum nächsten Weidegang beträgt 3 Wochen.

Nach der Behandlung darf innerhalb von 6 Stunden kein Regen fallen.

Vorsicht: Dieses Produkt kann durch Abdrift während der Behandlung (bei starkem Wind und/oder warmer Witterung) Schäden an Nutz- und Zierpflanzen in der Nähe verursachen. Vor einer Behandlung das Risiko vorsichtig einschätzen. Genügend seitlichen Abstand vom Wurzelbereich von Nutz- und Zierpflanzen einhalten (Abstand abhängig von Bodenart und Geländeneigung).


Wirkungsweise:

Tribel ist ein systemisches Herbizid, das einen wuchsstoffartigen Effekt auf die Zellteilung der Pflanzen hat. Der Wirkstoff Triclopyr wird über die Blätter und jungen Triebe aufgenommen, in der ganzen Pflanze verteilt und bis in die Wurzeln transportiert. Er verhindert einen Wiederaustrieb aus Wurzelausschlägen und ergibt dadurch eine nachhaltige Wirkung. Tribel wirkt am besten bei warmer, wüchsiger Witterung (15-20° C) auf gut entwickelte Pflanzen.

Tribel schont die Grasnarbe, da es nicht gegen Gräser wirkt. Kahlstellen und Bodenerosion werden dadurch vermieden.

Wirkungssymptome erscheinen je nach Pflanzenart und Witterungsbedingungen 1-3 Wochen nach der Anwendung. Die Wirkung auf Holzteile und Wurzeln erstreckt sich auf mehrere Monate. Deswegen sollten die behandelten Sträucher nicht vor dem nachfolgenden Winter weggeschnitten werden.

Tribel kann ebenfalls über die Wurzeln aufgenommen werden, deshalb darf es im Wurzelbereich von Nutz- und Zierpflanzen nicht angewendet werden.


Wirkungsspektrum:

- Brombeeren, Himbeeren

Sträucher:

Sehr empfindliche Sträucher: Akazia, Ahorn, Erle, Birke, Haselstrauch, Zitterpappel, Weiss- und Schwarzdorn, Eiche, Rosen, Weide, Holunder,      Ginster, Eberesche, Cotoneaster, Liguster

Mittelempfindliche Sträucher: Rosskastanie, Buchs, Hagebuche, Waldrebe (Niele), Heidekraut, Spindelstrauch, Buche, Hartriegel, Apfelbaum, Birnbaum, Rhododendron, Falsche Akazie, Linde, Ulme

Wenig empfindliche Sträucher: Hagedorn, Esche, Lärche

- Einjährige und ausdauernde Unkräuter:

Ampfer-Arten (Rumex), Bärenklau, Beifuss, Berufskraut, Binsen, Bitterkraut, Brennesseln, Disteln, Edelraute, Erika-Arten, Geissfuss (Baumtropfen), Goldrute, Hahnenfuss, Hauhechel, Hirtentäschel, Johanniskraut, Kerbel, Kreuzkraut, Leguminosen, Löwenzahn, Nachtschatten, Pfefferminze, Riesen-Bärenklau, Schachtelhalm, Storchschnabel-Arten, Taubnessel, Vogelmiere, Wegerich-Arten, Weidenröschen, Wicken-Arten, Wiesenlabkraut, Wildrosen, Winden-Arten.


Wichtige Hinweise:

Fischgift

Keine Anwendung in der gesamten Schutzzone (SI, SII, SIII) von Quell- und Grundwasserfassungen.

Kantonale und Eidgenössische Vorschriften zum Schutze von Hecken beachten.

Nachbau: Die Wartezeit vor einer Pflanzung nach einer Behandlung mit Tribel beträgt mindestens 8 Wochen.