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Herbizid gegen Sträucher, Stockausschläge, Brombeeren, Brennesseln und diverse Unkräuter auf Wiesen, Weiden und Nichtkulturland.
Schont Gräser.
 

Wirkstoff / Gehalt:
15,3 % Triclopyr als Säure (100 g/lt)

Formulierung:
Emulsionskonzentrat EC

Verpackung:
500 ml
Karton 20 x 500 ml


Anwendung:

In Spritz- und Einzelpflanzenbehandlung:

Gegen Sträucher:
1,9-2,4 % = 190-240 ml in 10 lt Wasser / 100 m2
Behandlung am besten im Juni bis Ende September. 

Gegen Brombeersträucher:
1,2-1,9 % = 120-190 ml in 10 lt Wasser / 100 m2
Behandlung nach der Erntezeit bis Wintereinbruch.

Gegen Schachtelhalm:
2,4 % = 240 ml in 10 lt Wasser
Behandlung 1 x im Frühjahr, 1 x im Herbst

Gegen Brennesseln:
0,6-0,7 % = 60-70 ml in 10 lt Wasser / 100 m2
Behandlung während der Monate Mai bis Juli auf wachsende, 30-60 cm hohe Pflanzen. 

Gegen diverse Unkräuter:
0,6-0,7 % = 60-70 ml in 10 lt Wasser / 100 m2
Behandlung während der ganzen Vegetationsperiode möglich.

Strunkbehandlung gegen Stockausschläge in Wiesen und Weiden:
Nach Baumschlag oder Rückschnitt die frischen Schnittstellen mit einer Konzentration von 75 % (750 ml Tribel + 250 ml Wasser) mit einem Pinsel bestreichen oder betupfen. Behandlung vorwiegend im Herbst.

Die Wartefrist bis zum nächsten Weidegang beträgt 3 Wochen.

Nach der Behandlung darf innerhalb von 6 Stunden kein Regen fallen.

Vorsicht: Dieses Produkt kann durch Abdrift während der Behandlung (bei starkem Wind und/oder warmer Witterung) Schäden an Nutz- und Zierpflanzen in der Nähe verursachen. Vor einer Behandlung das Risiko vorsichtig einschätzen. Genügend seitlichen Abstand vom Wurzelbereich von Nutz- und Zierpflanzen einhalten (Abstand abhängig von Bodenart und Geländeneigung).


Wirkungsweise:

Tribel 100 ist ein systemisches Herbizid, das einen wuchsstoffartigen Effekt auf die Zellteilung der Pflanzen hat.

Der Wirkstoff Triclopyr wird über die Blätter und jungen Triebe aufgenommen, in der ganzen Pflanze verteilt und bis in die Wurzeln transportiert. Er verhindert einen Wiederaustrieb aus Wurzelausschlägen und ergibt dadurch eine nachhaltige Wirkung.

Tribel 100 wirkt am besten bei warmer, wüchsiger Witterung (15-20° C) auf gut entwickelte Pflanzen.

Tribel 100 schont die Grasnarbe, da es nicht gegen Gräser wirkt. Kahlstellen und Bodenerosion werden dadurch vermieden.

Wirkungssymptome erscheinen je nach Pflanzenart und Witterungsbedingungen 1-3 Wochen nach der Anwendung. Die Wirkung auf Holzteile und Wurzeln erstreckt sich auf mehrere Monate. Deswegen sollten die behandelten Sträucher nicht vor dem nachfolgenden Winter weggeschnitten werden. 

Tribel 100 kann ebenfalls über die Wurzeln aufgenommen werden, deshalb darf es im Wurzelbereich von Nutz- und Zierpflanzen nicht angewendet werden.


Wirkungsspektrum:

- Brombeeren, Himbeeren

- Sträucher:

Sehr empfindliche Sträucher: Akazia, Ahorn, Erle, Birke, Haselstrauch, Zitterpappel, Weiss- und Schwarzdorn, Eiche, Rosen, Weide, Holunder, Ginster, Eberesche, Cotoneaster, Liguster

Mittelempfindliche Sträucher: Rosskastanie, Buchs, Hagebuche, Waldrebe (Niele), Heidekraut, Spindelstrauch, Buche, Hartriegel, Apfelbaum, Birnbaum, Rhododendron, Falsche Akazie, Linde, Ulme

Wenig empfindliche Sträucher: Hagedorn, Esche, Lärche

- Einjährige und ausdauernde Unkräuter:

Ampfer-Arten (Rumex), Bärenklau, Beifuss, Berufskraut, Binsen, Bitterkraut, Brennesseln, Disteln, Edelraute, Erika-Arten, Geissfuss (Baumtropfen), Goldrute, Hahnenfuss, Hauhechel, Hirtentäschel, Johanniskraut, Kerbel, Kreuzkraut, Leguminosen, Löwenzahn, Nachtschatten, Pfefferminze, Riesen-Bärenklau, Schachtelhalm, Storchschnabel-Arten, Taubnessel, Vogelmiere, Wegerich-Arten, Weidenröschen, Wicken-Arten, Wiesenlabkraut, Wildrosen, Winden-Arten.


Wichtige Hinweise:

Fischgift

Keine Anwendung in der gesamten Schutzzone (SI, SII, SIII) von Quell- und Grundwasserfassungen.

Kantonale und Eidgenössische Vorschriften zum Schutze von Hecken beachten.

Nachbau: Die Wartezeit vor einer Pflanzung nach einer Behandlung mit Tribel 100 beträgt mindestens 8 Wochen.